Lady Electra im Gespräch

Interview

Lady Electra begegnete ich im Divas Dome in Köln zum ersten Mal.
Ich traf auf eine sehr umgängliche, freundliche junge Frau – auffallend ihre extreme Attraktivität, die auch bei mir erste Wirkung zeigte. Nun, attraktiv auf deren Art sind viele – das waren so meine Gedanken anfangs.
Im Fortlauf unseres Gespräches zeigte sie mir dann aber nachhaltig und überzeugend auf, dass man diese wirklich bemerkenswerte junge Frau niemals nur auf ihre Optik festmachen sollte, denn sie überzeugte mich restlos nicht nur durch Wissen, sondern auch durch Rhetorik, Intelligenz sowie ihrer selbstbewussten Art insgesamt. Hinzu kommt diese enorme Ausstrahlung – Lady Electra verkörpert den Typ Frau, die einen gut gefüllten Saal betritt und nur mit ihrer Präsenz dafür sorgt, dass jeder nur sie im Kopf hat

Genug an dieser Stelle – machen Sie sich ihr eigenes Bild und lesen sie mal…

Lady Electra, warum hast du dir gerade diesen Namen als Künstlernamen gewählt?

Ich elektrisiere sehr gerne und tatsächlich mag ich das Mystische.
Hinzu kommt dass ich es mag, neben meinen anderen Neigungen, – mit Strom zu spielen.
Da macht mir das Wechselspiel zwischen  Zuckerbrot und Peitsche extremen Spaß.
Und so empfand ich den Namen Lady Electra als am Aussagekräftigsten!

Worum geht es dir beim Ausüben deiner Profession, was ist dir wichtig im Umgang mit deinem Gast?

Bei meinem Tun geht es um das Ausleben eigener Leidenschaften, das zu machen, was einem richtig Spaß macht und dem ich viel abgewinne. Nicht zu vergleichen mit einem vergleichsweise langweiligem, normalem Beruf, dem ich zuvor ebenfalls nachgegangen bin nach meinem Abitur.
Im Miteinander mit dem Gast fängt alles damit an, eine gemeinsame Basis zu finden.
Ich erfahre im offenem und vertrauensvollem Gespräch alles über seine Wünsche und seine Neigungen, meine Aufgabe ist es, möglichst viel aus ihm herauszuholen, ihm womöglich noch mehr aufzuzeigen und Steigerungen herbeizuführen.
Das alles fernab von 08/15 – sowas ist mir fremd.
Ich achte absolut die Tabus meines Besuchers, taste mich aber da heran. Ziel ist es, dass mich mein Gast mit einem Gefühl der Beseeltheit wieder verlässt, innerlich erfreut über ganz neue Erkenntnisse, was noch so alles in ihm steckt, dazu der Wunsch, bald wieder zu mir zu kommen.
Es geht mir um Weiterentwicklung meines Zöglings – niemals wird mit mir nur ein Programm abgespult, SM kann und soll lust- und anspruchsvoll als besondere erotische Spielart mit mir gelebt werden.

Was schätzt du an deinen Gästen, was ist dir da wichtig? Was empfindest du als gut und angenehm?

Ein guter, gepflegter Umgangston – scheitert es daran oder am Menschlichem insgesamt, geht nichts.
Eigentlich soll sich mein Besucher ganz normal verhalten und mir Respekt und Achtung entgegenbringen, so, wie er es auch von mir erwartet. Dann schätze ich ein gepflegtes Äußeres, gute Gerüche, idealerweise eine Vollrasur in Sklavenart. Hier weiß ich aber um private Hemmnisse.
Männer, die sich fallenlassen können, sich gehen lassen, Emotionen zeigen, sind mir wichtig.
Das sorgt für innere Entspannung – eine gemeinsame bizarre Begegnung beginnt auch erst in diesem Zustand. Wir haben für alles ausreichend und viel Zeit – die nehmen wir uns auch.
Bis jetzt bin ich jedenfalls sehr zufrieden mit meinen Probanden.

Führst du langfristige Erziehungen, also durchgehend über Stunden oder unterbrochen über Tage und Wochen, ebenfalls durch oder legst du Schwerpunkte auf kürzere, aber prägnante Begegnungen?

Ich kann beidem viel abgewinnen – alles hat seine Vorteile und Reize.

Wie siehst du dich selber her vom Typ als dominante Frau?

Ich habe eine offene, freundliche, ausgeglichene Art, absolut entspannt – das überträgt sich auch auf

andere. In der Erziehung selbst bin ich stets einfühlsam. Natürlich bediene ich auch aufgrund meiner sadistischen Ader die “ harte Schiene „, allerdings alles gut durchdacht. Auch wenn ich am Limit sein sollte, so werden Tabus nie gebrochen. Ich bewege mich sowohl auf der einfühlsamen, als auch auf der kühlen und sadistischen Ebene. Des Weiteren setze ich meine ausgeprägten optischen Reize ein, weiß, wie ich was in welcher Tonlage wann einbringen muss, um meinen Zögling bis an den Rand des Wahnsinns zu bringen. Auch Geduld besitze ich.
Ich pflege eine adäquate, stilvolle Sprache, mag und schätze eine gute Kommunikation.

Welche Rolle spielt Erotik in Bezug zum SM für dich?

Ich bin, fühle und denke erotisch – die bringe ich vollheitlich in den SM ein.
Der SM selbst steuert Exzesse, Anderes, Steigerungen aller Art, bei. Beides in Kombination zu bringen ist die Kunst – und das beherrsche ich in Vollendung, weil ich mich selbst lebe und ich mich nie verstellen muss. Meine optischen Reize sind zudem deutlich ausgeprägt – was denkst du darüber?

Ich gebe zu, dass hier eine Frau vor mir sitzt, die reale Chancen auf jeden Schönheitskönniginnentitel hätte! Insofern frage ich dich mal ganz direkt – würdest du einen Mann auch komplett nackt ohne irgendein Bekleidungsstück dominieren?

Ich steh darauf, wenn ich einen Mann um den Verstand bringe schon aufgrund meiner nackten Haut. Nun habe ich ja auch vom Kopf her was drauf, darum weiß ich sehr genau, insofern bekommt alles ja seine Steigerung, wenn ich ihn auch gedanklich hochbringe. Der Raum soll und wird vor Erotik nur so knistern. Freilich liegt der Reiz darin, dass sich so die Erregung bis ins Unermessliche steigern lässt.
Wahrscheinlich gerade weil nur geschaut werden darf und nicht angefasst wird! – so nah und dennoch so unnahbar !

Besitzt du einen Materialfetisch bzw. welche Art Bekleidung preferierst du?

Mein ausgewiesener Fetisch dazu ist Latex.
Ich bestelle beinahe täglich neue Outfits von ersten Herstellern.
Dazu mag ich Wäsche von Agent Provocateur und Pleasure State. Echte Nylons sowie Strümpfe von Wolford runden natürlich alles ab.

Auf der einen Seite die Bilderbuchschönheit Lady Electra, auf der anderen jemand, den die Natur nicht so reich beschenkte und körperlichen Einschränkungen unterliegt, aber von bizarren Begegnungen mit dir träumt . Wie stehst du dazu?

Ich mache da überhaupt keine Unterschiede und empfange selbstverständlich auch körperlich eingeschränkte Menschen. Auch hier ist das Wichtigste, was für einen Charakter jemand hat.
Da wären wir wieder bei dem Umgangston, Respekt etc. Es ist mir wichtig, dass die Chemie passt. Das ist das A und O.

Wie lange bist du bereits im professionellem SM unterwegs?

Das sind jetzt rund 8 Jahre. Mit 18 habe ich angefangen.

Welche Praktiken im SM magst du besonders gerne?

Eigentlich bin ich vielgefächert, entscheidend ist das Zusammenspiel zwischen dem Gast und mir.
Sehr gerne mag ich CBT, Verbalerotik, Fußerotik, klassische Erziehungen und Erniedrigungen.

Wie stehst du zur Thematik der Dirty Games?

Natursekt gebe ich reichlich, gerne natur. KV geht ebenfalls, das ist bei mir unverfälscht und echt, da geht es genau aus diesem Grund aber nur, wenn ich jemanden schon kenne. Ich muss mich dafür besonders wohlfühlen – ist eben so bei mir

Was empfindest du, wenn du einen Mann, zumindest zeitweise, zur Frau machst, indem du ihn mit dem Umschnaller beherrschst?

Wenn ich einen Kerl so richtig durchficke, bekomme ich das Gefühl purer Befriedigung und erreiche eine uneingeschränkte Machtposition. Es ist ganz simpel – wer den Schwanz beim Anderen reinsteckt, hat das Sagen.
Meine Lieblingsposition ist eine ganz bestimmte:
Und zwar wenn er auf dem Rücken liegt, die Beine weit nach hinten, links und rechts jeweils am Kopf und ich liege auf ihm und stütze mich gleichzeitig an den Beinen ab, um möglichst tief reinzukommen.
Und ich habe gleichzeitig sein Gesicht vor mir und stöhne ihm mein Kopfkino, meine Fantasien, ins Ohr.
Natürlich auch sehr gerne die harte Variante über dem Bock geschnallt oder wehrlos fixiert…
und dann richtig heftig von hinten.

Bietest du auch weiße Klinikspiele an?

Fantasievolle und kreative weiße Spiele sind mit mir immer möglich.
Extremstbehandlungen bestimmter Natur lehne ich aber ab – ich denke und handele bei aller Geilheit verantwortlich, bei mir hat noch jeder gesund die Klinik wieder verlassen…
Beigebracht haben mir übrigens auch ausgefallene Spiele Ärzte und Pflegepersonal von Krankenhäusern – das als Gäste oder in Seminaren im Studio. Danach alles Learning by Doing.

8 Jahre Erfahrung sollten reichen.

Kannst du für bi- orientierte Gäste, die sich Begehungen eines Mannes wünschen oder selber durchführen möchten bei Interaktion einer Dominanten, auch einen probaten Bi- Sklaven beisteuern?

Ich besitze da einen sehr gepflegten Bi- Sklaven, der sowohl aktiv, als auch passiv alles für mich macht, was ich möchte. Er ist 1,85 groß und schön anzuschauen.

Nun besuchen dich ja auch Gäste, die kaum oder gar kein Deutsch sprechen – welche Sprachen sprichst du? Inwiefern ist es dir vergönnt, auch mit diesen Besuchern zu kommunizieren?

Englisch fließend, französisch sprechen und zuhören klappt auch, dazu italienisch und natürlich deutsch.

Stehst du eigentlich auch auf Frauen und würdest du eine bzw. ein Pärchen als Gast im Studio empfangen?

Wenn eine Frau wirklich hübsch ist, würde ich sie auch privat nicht von der Bettkante stoßen. Und selbstverständlich sind auch Solo- Frauen- Erziehungen möglich genauso, wie ich auch Pärchen empfange.

Von deiner Optik sprachen wir ja schon. Bitte gib uns noch dazu Infos, die man auf deinen Bildern nicht erkennen kann

Ich bleib mal an dieser Stelle bei den relevanten Daten ;-): Ich bin 1,80 groß, wiege 58 kg, habe die Fußgröße 39. Dazu lange, echte schwarze Haare.
Meine Maße sind 90 – 58 – 90.
Etwas Besonderes ist wohl meine Taille, die extrem schmal ist…
P.s. Ich liebe das enge Gefühl eines Korsetts…

Agierst du auch in anderen Städten oder nur in Köln?

Ich praktiziere bewusst nur in Köln, weil ich meine Exklusivität behalten möchte. Zudem bin ich in Köln  aufgewachsen, liebe meine Stadt und von daher nur hier erreich- und besuchbar. Ich mag es darüber hinaus, wenn Männer auch mal weitere Strecken in Kauf nehmen, um mich zu sehen.

Lady Electra, ich danke dir herzlich.